Partnerschaftlich am diesjährigen CSR-Tag

Wie jedes Jahr trifft sich die CSR - Community - man kenn sich ja - beim jährlichen CSR-Tag, veranstaltet von respACT. Heuer pilgere ich zum Stahlriesen Voest nach Linz und treffen die ersten Kolleginnen und Kollegen im wartenden Shuttle-Bus. Perfekt, stand doch das letzte Jahr für mich ganz im Zeichen der erfolgreichen Zusammenarbeit, nämlich vor allem in der CSR-Expertsgroup. Und Zusammenarbeit ist das Thema der diesjährigen Veranstaltung: „better together – Partnerschaften erfolgreich umsetzen!“

„Eigentlich müssten wir jetzt am Podium sitzen, so gut wie wir zusammenarbeiten!“ raune ich noch meinen Kolleginnen Domenica Tscherne und Annemarie Schallhart zu, bevor die Begrüßung durch Ursula Simacek, respACT-Präsidentin, und Wolfgang Eder, CEO der Voestalpine, gehalten wird.

 

Der Vormittag ist außerordentlich spannend. Tinna Nielsen, Anthropologin und Gründerin der Plattform http://movetheelephant.org/ hält die großartige Eröffnungskeynote. Es geht um unsere unbewussten Vorurteile und um die Frage, wo denn - bei der unvorhersehbaren Zukunft nicht zuletzt durch Industrie 4.0 -  die Menschlichkeit bleibt? Denn diese ist der Schlüssel zur Erreichung der 17 UN Sustainable Development Goals. Zu viele Menschen, nämlich unglaubliche 87%, fühlen sich laut Studien in der Arbeit, in ihren Teams, ausgeschlossen. Die Antwort? "Inklusive Collaboration", um die Menschen, aber auch ihre Ideen, abzuholen. Der Weg dorthin? Eine "Kultur des Schenkens", wie sie von Marcel Mauss beschrieben wurde. Ein solidarisches Prinzip, "gib und dir wird gegeben werden" als Kitt für die Gesellschaft. Und Empathie. Doch diese muss manchmal, vor allem im Arbeitsumfeld, durch Interventionen erweckt werden. Tipps zur sofortigen Umsetzung bekommen wir noch mit und finden sich auch auf Tinnas Blog!

 

Weiter geht’s mit einem ExpertInnenpanel, neben Tinna Nielsen und Wolfgang Eder sitzen dort auch Petra Künkel, CEO des Collective Leadership Institutes und Mitglied des Club of Rome, und Lori Divito, Professorin an der Amsterda University of Applied Sciences. Gibt es Erfolgsrezepte aus der Praxis? Eine Frage, die auch für uns in der CSR-Expertsgroup spannend ist: Wie gehen MitbewerberInnen mit Zusammenarbeit um? Wo endet diese? Was ist neu?

 

(Meine persönliche Meinung hierzu? Ich finde  Zusammenarbeit und Kooperation toll. Wir teilen Wissen und empfehlen einander. Jede/r hat seine/ihre eigenen Schwerpunkte, jede/r wird seine Kundinnen und Kunden finden, aber gemeinsam sind wir sichtbarer und produktiver!)

 

Nach dem sehr guten Mittagessen – Fleischloses, Regionales, alles da, was ein Green Event braucht – geht es in die Nachmitagssessions. Ich wähle „Komplexität von Partnerschaften managen“, denn ich möchte ja mehr drüber erfahren! Die Session hält Petra Künkel. Sie schickt voraus, dass es bei Collaboration auch um das Teilen von Wissen geht (siehe oben, die Keynote von Tinna Nielson) – und damit hält sie nicht hinterm Berg. Der von ihrem Institut entwickelte Kompass zeigt alle wichtigen Aspekte, die beachtet werden wollen, wenn man Großprojekte gemeinsam führt – von der Sinnsuche bis zur Frage nach den unterschiedlichen Kulturen und Strukturen. Und in kleinen Runden wird geübt, womit man gemeinsam geführte Prozesse bestimmt sabotieren kann, aber auch welche Aspekte uns wichtig erscheinen um produktiv gemeinsam zu führen. Hier noch die Buchempfehlung dazu:  „The Art of leading colletcively“.

 

Leider muss ich mich vor der zweiten Session Richtung Wien verabschieden, ich habe zwar noch lange nicht mit allen geplaudert, die ich dort wieder getroffen habe. Aber es kommt ja wieder ein CST-Tag!

 

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